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„FReDA – Das familiendemografische Panel“ ist eine wissenschaftliche Studie. Der Name steht für „Family Research and Demographic Analysis“ - zu Deutsch „Familienforschung und demografische Analysen“. Zweimal im Jahr erhebt die Studie Daten zu partnerschaftlichen und familialen Lebenssituationen in Deutschland. Durch FReDA werden der Forschung repräsentative, belastbare und qualitativ hochwertige Daten zur Verfügung gestellt und somit aktuelle Analysen zu Familie und Bevölkerung ermöglicht. Zentrale Befunde von politischer Relevanz berichtet das Projekt zeitnah an Politik und Öffentlichkeit.
Im Fokus der Untersuchung stehen Frauen und Männer in der Phase der Familiengründung, also im Alter zwischen 18 und 49 Jahren. Deutschlandweit zufällig ausgewählte Personen dieser Altersgruppe und ihre Partnerinnen oder Partner werden dafür regelmäßig in einem halbjährlichen Turnus befragt. Jeweils im Frühjahr und im Herbst füllen die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer einen Fragebogen aus.
Die in FReDA enthaltenen Fragen thematisieren zahlreiche demografische, psychologische und soziologische Facetten des Lebens in Deutschland. Ein besonderes Augenmerk gilt der Familienplanung und den Formen des partnerschaftlichen Zusammenlebens. Je nach Lebenssituation werden dabei auch Eltern-Kind-Beziehungen oder die Beziehungen zwischen den Generationen angesprochen. Außerdem erforscht FReDA auch Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden, Wertvorstellungen, Rollenverständnis und strukturelle Rahmenbedingungen der Befragten.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben zudem die Möglichkeit, in offenen Modulen weitere Forschungsfragen aus dem Themenspektrum von FReDA in das Studiendesign einzubringen und so die Bandbreite der Fragestellungen zu erweitern.
Mit FReDA soll das größte familiendemografische Panel Deutschlands entstehen.
Nach einer ersten Rekrutierungsbefragung im Frühjahr 2021 starteten die regelmäßigen Erhebungen von FReDA im Sommer 2021 und finden nun zweimal jährlich statt. Dabei greift der Fragenkatalog von FReDA Inhalte des „Generations and Gender Survey“ (GGS) und des Beziehungs- und Familienpanels (pairfam) auf. So entsprechen die Befragungen im Jahr 2021 dem deutschen GGS. Diese Entsprechung wiederholt sich alle drei Jahre. Dadurch ermöglichen die Erhebungen von FReDA auch internationale Vergleiche mit zahlreichen anderen Ländern in Europa und darüber hinaus. Ab dem Jahr 2022 ist die Befragung des Beziehungs- und Familienpanels (pairfam) langfristig in die FReDA-Studie integriert.
FReDA ist ein Kooperationsprojekt, an dem das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften beteiligt sind. Bis zum Jahresende 2024 war auch die Universität zu Köln ein Projektpartner von FReDA. Die Universität zu Köln repräsentierte dabei die Verantwortlichen für das Beziehungs- und Familienpanel (pairfam). Nach dem planmäßigen Ende der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wurde zwar das Forschungsprojekt pairfam eingestellt. Die Stichprobe von pairfam wird jedoch von FReDA weitergeführt.
Die Gesamtkoordination des Projekts liegt beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Darüber hinaus ist das BiB für die fortwährende Weiter- und Neuentwicklung der Fragebögen verantwortlich. Auch die internationale Zusammenarbeit mit dem Konsortium des „Generations and Gender Programme“ (GGP) wird durch das BiB abgestimmt. Außerdem ist das BiB für die Wissenschaftskommunikation, die Pressearbeit sowie den Aufbau und die Pflege der Projektwebsite verantwortlich.
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ist bei FReDA federführend für das Erhebungsdesign und die methodische Betreuung der Studie zuständig. Darüber hinaus organisiert GESIS die Umsetzung und Programmierung der Fragebögen, die operative Durchführung der Befragungen, die anschließende Datenaufbereitung, Dokumentation und Datenbereitstellung.
Die Universität zu Köln als Repräsentantin des pairfam-Konsortiums verfügte über langjährige Erfahrungen in der Panelforschung zu partnerschaftlichen Lebensformen in Deutschland. Dieses Wissen floss in die Entwicklung der FReDA-Fragebögen ein.
Beraten, unterstützt und begleitet wird das Projekt vom FReDA-Rat, von einem Beirat, dem Vertreterinnen und Vertreter der Mittelgeber, weiterer Ministerien und der Wissenschaft angehören.
Startschuss von FReDA: Prof. Dr. Christof Wolf (GESIS), Dr. Michael Meister (Parlamentarischer Staatssekretär BMBF), Prof. Dr. Martin Bujard (BiB) und Prof. Dr. Karsten Hank (Universität Köln für pairfam) bei der feierlichen Urkundenübergabe im Januar 2020. Quelle: © FReDA
FReDA wurde von Januar 2020 bis Dezember 2024 durch eine Anschubfinanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Nach einer positiven Evaluation ist die Studie seit Januar 2025 verstetigt worden und wird als eigenfinanziertes Projekt am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) fortgeführt.
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und das GESIS-Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften führen das Forschungsprojekt gemeinsam durch. Bis zum Jahresende 2024 war auch die Universität zu Köln ein Projektpartner. Hier finden Sie die Verantwortlichen für die Leitung von FReDA.
Das Forschungsprojekt FReDA wird von einem Beirat begleitet, der sich aus fünf Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Ministerien und Zuwendungsgeber sowie sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammensetzt.
FReDA ist ein Kooperationsprojekt. Wir stellen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den beteiligten Projektpartnern vor.
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